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China aktualisiert E-Commerce-Regeln nach Besuch der EU-Delegation

Europäische Gesetzgeber setzen China wegen unsicherer Produkte und fairen Marktzugangs unter Druck, während Peking neue Regeln für den E-Commerce einführt. Laut Reuters ist dies der erste derartige Besuch seit acht Jahren und erfolgt vor dem Hintergrund eines starken Anstiegs billiger Lieferungen in die EU.

Katarína Šimčíková Katarína Šimčíková
E-commerce Content Writer & EU Market Partnerships, Ecommerce Bridge EU
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China aktualisiert E-Commerce-Regeln nach Besuch der EU-Delegation
Quelle: Depositphotos

EU verschärft die Kontrolle über billige Lieferungen

Die EU sieht sich einem massiven Zustrom von Paketen aus China gegenüber. Allein im Jahr 2025 trafen bis zu 5,8 Milliarden Lieferungen ein, wobei mehr als 90 % aus China stammten. Derzeit haben die meisten davon einen Wert von unter 150 €, was bedeutet, dass sie keinen Zoll unterliegen – eine Schlupfloch, die laut Regulierungsbehörden das Wachstum von Plattformen wie Shein, Temu und AliExpress gefördert hat.

Um dem entgegenzuwirken, geht Brüssel mit einer umfassenden Reform des Zollsystems voran, die die offizielle Abschaffung der zollfreien Schwelle von 150 € beinhaltet. Mit der Abschaffung dieser Begrenzung will die EU fairen Wettbewerb sicherstellen, bessere Produktsicherheitskontrollen durchführen und Geldstrafen für Marktplatzplattformen einführen, die illegale oder gefährliche Waren verkaufen.

Besuch nach 8 Jahren bringt sensible Themen zur Hand

Eine Delegation von neun Europaabgeordneten unter der Leitung von Anna Cavazzini sprach in Peking gleichzeitig mehrere Themen an: Produktsicherheit, Produktionsbedingungen, Online-Kinderschutz und den Zugang europäischer Unternehmen zum chinesischen Markt. Dies ist der erste offizielle EU-Parlamentsbesuch in China seit acht Jahren, nachdem die Sanktionen gegen bestimmte Europaabgeordnete aufgehoben wurden.

China reagiert mit neuen E-Commerce-Regeln

Nur wenige Tage nach dem Besuch kam eine Antwort. Chinesische Ministerien führten neue Richtlinien für den E-Commerce-Sektor ein, die darauf abzielen, den inländischen und globalen Markt besser zu verbinden.

Der Plan umfasst:

  • Unterstützung der Ausweitung chinesischer Plattformen im Ausland.

  • Schaffung von Pilotzonen für grenzüberschreitenden E-Commerce.

  • Vereinfachung des Markteintritts ausländischer Produkte auf den chinesischen Markt.

Das Ziel ist es, ein Gleichgewicht zwischen Wachstum und Regulierung zu finden, während China gleichzeitig seine Absicht signalisiert, ein mächtiger globaler Akteur zu bleiben.

Was dies für den E-Commerce in Europa bedeutet

Für E-Commerce-Akteure in der EU bedeutet das eines: Ein strengeres Umfeld steht bevor. Mehr Inspektionen, höhere Compliance-Anforderungen und potenziell höhere Kosten beim Verkauf über Marktplatzplattformen.

Gleichzeitig öffnet sich jedoch auch die entgegengesetzte Richtung: Wenn China den Import hochwertiger Produkte erleichtert, könnte dies eine Chance für europäische Marken sein, sich zu erweitern.

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Katarína Šimčíková
E-commerce Content Writer & EU Market Partnerships, Ecommerce Bridge EU

Partnership Manager & E-commerce Content Writer with 10+ years of international experience. Former Groupon Team Lead. Connects European companies with Slovak and Czech markets through partnerships and content marketing.

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