
Das Wachstum ist zwar noch da, aber langsamer
Laut dem Bericht erreichte Europas grenzüberschreitender B2C-E-Commerce (ohne Reisen) im Jahr 2025 108 Milliarden Euro und entspricht 25 % des gesamten Online-Umsatzes.
Die TOP 500 grenzüberschreitenden Einzelhändler erzielten einen Umsatz von 86 Milliarden Euro und erholten sich nach einem schwächeren Jahr 2024 leicht. Dies signalisiert keine Rückkehr zu schnellem Wachstum, sondern vielmehr eine Entwicklung zu einem nachhaltigeren Tempo.
Die gleichen Anführer bleiben an der Spitze
Das Ranking bleibt weitgehend unverändert und deutet auf einen reiferen und konsolidierteren Markt hin.
Die Top 10 grenzüberschreitenden Einzelhändler in Europa sind:
- IKEA
- JYSK
- H&M
- Zalando
- Lego
- MediaWorld
- Pandora
- Lidl
- Notino
- Adidas
Zusammen machen sie etwa 20 % der gesamten TOP 500 grenzüberschreitenden Verkäufe aus, was die starke Marktkonzentration unterstreicht.

Einzelhändler stehen unter mehr Druck
Das breitere Umfeld wird zunehmend herausfordernder. Einzelhändler in ganz Europa haben es mit Folgenden zu tun:
- Steigende Betriebskosten und Inflation
- Störungen in der Lieferkette
- Währungsvolatilität
- Zunehmende regulatorische Komplexität
Für grenzüberschreitende Unternehmen machen diese Faktoren die Expansion schwieriger und teurer als zuvor.
Expansion tritt in den Hintergrund
Anstatt neue Märkte zu erschließen, konzentrieren sich viele Einzelhändler darauf, das zu verbessern, was sie bereits haben. Zu den wichtigsten Prioritäten gehören nun:
- Verbesserung der Margen
- Logistikoptimierung
- Stärkung der Kundenbindung
Der Wandel ist klar – von schneller Skalierung hin zum effizienteren Betrieb der Abläufe.
Omnichannel ist jetzt Standard
Omnichannel ist kein Wettbewerbsvorteil mehr. Es ist zu einer grundlegenden Erwartung geworden.
Kunden wechseln zwischen Online-Shops, mobilen Apps und physischen Standorten, ohne an Kanäle zu denken. Wichtig ist ein reibungsloses, konsistentes Erlebnis während der gesamten Reise – vom Stöbern über Lieferung bis hin zur Rücksendung.
KI wird im Alltag eingesetzt
Auch Einzelhändler verändern ihren Umgang mit Technologie.
Anstatt isolierte Werkzeuge zu testen, integrieren führende Unternehmen KI in den täglichen Betrieb – sei es bei Preisgestaltung, Kundenerlebnis oder Lieferkettenmanagement. Der Wert liegt darin, wie gut diese Systeme mit realen Geschäftsprozessen verbunden sind.
Was das für den E-Commerce bedeutet
Der grenzüberschreitende E-Commerce in Europa verlangsamt sich nicht, er reift.
Es gibt weniger Raum für schnelle Expansion und mehr Druck auf die Umsetzung. Der Erfolg hängt nun davon ab, wie gut Einzelhändler Kosten, Betrieb und das gesamte Kundenerlebnis managen.



