
Österreich erreicht einen neuen Meilenstein im E-Commerce
Österreich ist auf dem besten Weg, in diesem Jahr 12,3 Milliarden Euro Online-Verkäufe zu erzielen, 3 % mehr als im Jahr 2025. Der Österreichische Einzelhandelsverband erwartet, dass die Zahl der Online-Käufer bei 5,8 Millionen stabil bleibt, während höhere Ausgaben pro Kunde den Markt auf einen neuen Rekord treiben werden.
Allerdings bleibt nicht das gesamte Geld in Österreich. Rund 47 % der Online-Ausgaben, die sich auf etwa 5,8 Milliarden Euro bewirken, sollen an ausländische Einzelhändler gehen.
Chinesische Marktplätze stärken weiterhin ihre Position. Es wird erwartet, dass Verbraucher in diesem Jahr rund 1,3 Milliarden Euro für Temu, Shein und AliExpress ausgeben, was den drei Plattformen zusammen einen Anteil von 10,6 % am österreichischen E-Commerce-Markt verschafft. Amazon bleibt dennoch der größte Online-Händler des Landes.
Schweizer E-Commerce wächst weiter
Die Schweiz verzeichnete das stärkste Wachstum unter den drei Märkten. Laut NielsenIQ stiegen die Online-Verkäufe im vergangenen Jahr um 6 % auf rund 17,1 Milliarden Euro.
Das Forschungsunternehmen erwartet, dass der E-Commerce auch in diesem Jahr wieder wächst. Ausländische Einzelhändler erhöhen weiterhin ihren Anteil am Schweizer Markt, obwohl der grenzüberschreitende E-Commerce nicht mehr so schnell wächst wie ein Jahr zuvor. Die chinesischen Marktplätze bleiben einer der Haupttreiber dieses Wachstums.
Deutschland bleibt der größte Markt
Deutschland bleibt mit Abstand der größte E-Commerce-Markt in der DACH-Region. Laut dem HDE Online Monitor 2026 erreichten die Online-Verkäufe im vergangenen Jahr 92,3 Milliarden Euro nach einem Wachstum von 3,9 %. HDE erwartet für 2026 einen weiteren Anstieg von 4,3 %.
Die Föderation beschreibt E-Commerce als Wachstumsmotor des Einzelhandelssektors. Außerdem wird geschätzt, dass Temu und Shein nun etwa 5 % des deutschen E-Commerce-Marktes ausmachen. Laut HDE verlassen jedes Jahr Milliarden Euro an Konsumausgaben über diese Plattformen die deutsche Wirtschaft.
Das Wachstum geht weiter, aber der Markt verändert sich
Die Aussichten bleiben in allen drei DACH-Ländern positiv, wobei der E-Commerce voraussichtlich im Jahr 2026 weiter wachsen wird. Gleichzeitig wird der Wettbewerb immer härter, da internationale Marktplätze einen größeren Anteil an den Online-Ausgaben übernehmen.
Eine separate Studie von ECDB und Mastercard zeichnet ein ähnliches Bild. Sie legt nahe, dass das E-Commerce-Wachstum in Deutschland, Österreich und der Schweiz die von nationalen Branchenverbänden veröffentlichten Prognosen übertreffen könnte. Die Studie weist jedoch auch darauf hin, dass der Großteil dieses Wachstums von den größten E-Commerce-Unternehmen übernommen wird, was es kleineren Online-Händlern zunehmend erschwert, Schritt zu halten.




