
Welche Aufgabe übernehmen Stretchhauben?
Eine Stretchhaube wird auf einer geeigneten Anlage mechanisch gedehnt und über die palettierte Ware gezogen. Ihre elastischen Rückstellkräfte unterstützen den Zusammenhalt der Ladeeinheit. Wärme zum Schrumpfen ist dabei nicht erforderlich.
Die Haube bedeckt Seiten und Oberseite und kann vor Staub, Schmutz und Niederschlag schützen. Wie zuverlässig sie diese Aufgaben erfüllt, hängt von ihrer Ausführung und dem Zustand der Verpackung ab. Stretchhauben für palettierte Waren kommen etwa für Lieferungen an Logistikzentren und palettierte B2B-Sendungen infrage.
Ladebild und Material aufeinander abstimmen
Eine Palette mit gleich großen Kartons stellt andere Anforderungen als eine Mischpalette mit unterschiedlich hohen Packstücken. Vor der Materialauswahl sollten deshalb Abmessungen, Gewicht, hervorstehende Kanten und druckempfindliche Verpackungen erfasst werden. Auch Umladungen und Zwischenlagerungen gehören in die Planung.
Die Stretchhaube muss zur Ware und zur Verpackungsanlage passen. Ein ungünstiger Stapelaufbau lässt sich durch die äußere Verpackung nicht beliebig ausgleichen. Sinnvoll sind Versuche mit typischen Ladebildern und eine Kontrolle nach dem Transport.
Den Wareneingang mitdenken
Für Fulfillment-Teams zählt neben unbeschädigter Ware deren eindeutige Zuordnung. Palettenetiketten sollten so angebracht sein, dass sie sich gemäß den Vorgaben des empfangenden Lagers erfassen lassen.
Soll durch eine transparente Stretchhaube gescannt werden, empfiehlt sich ein Test mit den tatsächlich verwendeten Etiketten und Scannern. Falten oder Reflexionen können die Lesbarkeit beeinträchtigen. Ebenso sollte das Öffnen der Verpackung erprobt werden, damit darunterliegende Kartons unbeschädigt bleiben.
Händler sollten diese Anforderungen mit Lieferanten und Logistikpartnern abstimmen. Bei der Materialauswahl können Hersteller wie ZTS UNIPLAST, die mehrschichtige PE-Folien nach kundenspezifischen Anforderungen fertigen, einbezogen werden.
Was sich im Betrieb messen lässt
Für die Bewertung einer Verpackungslösung reicht der Materialpreis allein nicht aus. Relevant sind auch Verbrauch pro Palette, Verpackungszeit, Nacharbeit und der Zustand der Ware bei der Ankunft.
Eine Testlieferung liefert dafür eine praktische Grundlage: Der Versender dokumentiert die verpackte Palette, der Empfänger erfasst Schäden und zusätzlichen Prüfaufwand. Vergleiche sollten ähnliche Waren und Transportwege betreffen.
So lässt sich beurteilen, ob eine Stretchhaube zum konkreten Logistikprozess passt. Das Ziel ist eine Anlieferung, nach der Produkte mit möglichst wenig zusätzlichem Aufwand eingelagert und für Bestellungen freigegeben werden können.




